Übergang nach intensiver Krebstherapie zurück in den Alltag – eine bislang wenig strukturierte Phase

Nach intensiver Krebstherapie beginnt für viele Patientinnen eine Phase, die im Versorgungssystem bislang kaum strukturiert begleitet wird.
Viele Patientinnen gelten nach Abschluss der Akutbehandlung als medizinisch stabil.
Und gleichzeitig berichten viele Frauen über anhaltende Herausforderungen im Alltag.
Her New Lifescript adressiert genau diese Phase.
Begleitet von Ingrid Heydecke
Ergotherapeutin | Studentin der Psychologie
Kostenfreie Online-Infoveranstaltung via Zoom
01.04.2026 · 19:00 – ca. 20:00 Uhr
AUSGANGSLAGE
Nach intensiver Krebstherapie zeigt sich häufig ein Spannungsfeld zwischen
• medizinischer Stabilisierung
• gleichzeitig eingeschränkter Alltagsstabilität
Typische Beobachtungen:
• Fatigue
• reduzierte Belastbarkeit
• kognitive Einschränkungen (z. B. Konzentration, Wortfindung)
• veränderte Rollen in Familie und Beruf
• psychosoziale Unsicherheiten
Der Alltag ist formal wieder verfügbar –
aber funktional oft noch nicht tragfähig.
EINORDNUNG DER PHASE
Diese Phase lässt sich als Transitionsphase beschreiben.
Ein Übergang zwischen:
• medizinischer Stabilisierung
• und alltagsbezogener Reintegration
Sie ist gekennzeichnet durch parallele Anpassungsprozesse auf mehreren Ebenen:
körperlich · psychisch · sozial
Und sie ist bislang im Versorgungssystem nur begrenzt strukturiert abgebildet.
DAS HNL-TRANSITIONSMODELL
Das HNL-Transitionsmodell beschreibt diesen Übergang
als Zusammenspiel von drei zentralen Dimensionen:
• Stabilisierung
• Identitätsneuausrichtung
• Alltagstransfer
Diese Prozesse verlaufen nicht linear,
sondern stehen in dynamischer Wechselwirkung.
MODELLANNAHME
Nachhaltige Reintegration entsteht aus dem Zusammenwirken dieser drei Dimensionen.
Reintegration = Stabilisierung × Identitätsneuausrichtung × Alltagstransfer

STABILISIERUNG
Beschreibt die körperliche und psychosoziale Neuorganisation nach intensiver Therapie.
Typische Begleiterscheinungen:
• anhaltende Fatigue
• reduzierte Belastbarkeit
• emotionale Unsicherheit
Ziel ist nicht die vollständige Wiederherstellung,
sondern ein tragfähiges Gleichgewicht als Grundlage für Alltagserprobung.
IDENTITÄTSNEUAUSRICHTUNG
Veränderungen betreffen häufig:
• Selbstbild
• Rollenverständnis
• Lebensprioritäten
Die Erkrankung wird in die eigene Lebensgeschichte integriert.
Neue Perspektiven entstehen.
ALLTAGSTRANSFER
Anpassung wird erst wirksam, wenn sie im Alltag erprobt wird.
Typische Situationen:
• berufliche Wiedereingliederung
• soziale Interaktion
• Alltagsorganisation
• Umgang mit Belastungsgrenzen
Der Alltag fungiert als zentraler Integrationsraum.
INTERVENTIONSANSATZ
Her New Lifescript überträgt das Modell in eine
strukturierte, alltagszentrierte Begleitung.
Kernelemente:
• Arbeit mit realen Alltagssituationen
• Sequenzierung und Analyse konkreter Handlungssituationen
• Entwicklung individueller Handlungsoptionen
• strukturierte Reflexion
• moderierter Austausch
Die Filmwelt dient als methodischer Zugang zur Perspektivverschiebung und Handlungsentwicklung.
FORMAT
12-wöchige Online-Begleitung (Pilotgruppe)
• Kombination aus Einzel- und Gruppensetting
• alltagszentrierte Umsetzung
• direkte Anbindung an reale Lebenskontexte
AKTUELLE ENTWICKLUNG
Start der Pilotgruppe: 13. April 2026
Begleitend ist eine Pilot- und Feasibility-Perspektive vorgesehen mit Blick auf:
• Umsetzbarkeit
• Akzeptanz
• erste Hinweise auf Effekte (z. B. Fatigue, Alltagsstabilität)
Umsetzung im Format:
• Kombination aus Einzel- und Gruppensetting
• alltagszentrierte Umsetzung
• direkte Anbindung an reale Lebenskontexte
EINORDNUNG IM VERSORGUNGSKONTEXT
Das Modell adressiert eine Lücke zwischen:
• Akutmedizin / Rehabilitation
• und stabiler alltagsbezogener Reintegration
Es verbindet:
• klinische Perspektiven
• alltagsbezogene Intervention
• individuelle Anpassungsprozesse
KOSTENFREIER INFOABEND
02.04.2026 · 19:00 – ca. 20:00 Uhr · online via Zoom
Sie erhalten Einblick in:
• den Ansatz
• die Struktur der Begleitung