Übergang nach intensiver Krebstherapie zurück in den Alltag – eine bislang wenig strukturierte Phase

Nach intensiver Krebstherapie beginnt für viele Patientinnen eine Phase,
die im Versorgungssystem bislang kaum strukturiert begleitet wird.
Viele Patientinnen gelten nach Abschluss der Akutbehandlung als medizinisch stabil.
Und gleichzeitig berichten viele Frauen über anhaltende Herausforderungen im Alltag.
Her New Lifescript adressiert genau diese Phase.
Begleitet von Ingrid Heydecke
Ergotherapeutin | Studentin der Psychologie
AUSGANGSLAGE
Nach intensiver Krebstherapie zeigt sich häufig ein Spannungsfeld zwischen
• medizinischer Stabilisierung
• gleichzeitig eingeschränkter Alltagsstabilität
Typische Beobachtungen:
• Fatigue
• reduzierte Belastbarkeit
• kognitive Einschränkungen (z. B. Konzentration, Wortfindung)
• veränderte Rollen in Familie und Beruf
• psychosoziale Unsicherheiten
Der Alltag ist formal wieder verfügbar –
aber funktional oft noch nicht tragfähig.
EINORDNUNG DER PHASE
Diese Phase lässt sich als Transitionsphase beschreiben.
Ein Übergang zwischen:
• medizinischer Stabilisierung
• und alltagsbezogener Reintegration
Sie ist gekennzeichnet durch parallele Anpassungsprozesse auf mehreren Ebenen:
körperlich · psychisch · sozial
Und sie ist bislang im Versorgungssystem nur begrenzt strukturiert abgebildet.
DAS HNL-TRANSITIONSMODELL
Das HNL-Transitionsmodell beschreibt diesen Übergang
als Zusammenspiel von drei zentralen Dimensionen:
• Stabilisierung
• Identitätsneuausrichtung
• Alltagstransfer
Diese Prozesse verlaufen nicht linear,
sondern stehen in dynamischer Wechselwirkung.
MODELLANNAHME
Nachhaltige Reintegration entsteht aus dem Zusammenwirken dieser drei Dimensionen.
Reintegration = Stabilisierung × Identitätsneuausrichtung × Alltagstransfer
Über mich
Ingrid Heydecke begleitet seit über 30 Jahren Menschen in Übergangsphasen.
Als Ergotherapeutin und Studentin der Psychologie arbeitet sie an der Schnittstelle von Alltag, Reintegration und wissenschaftliche Einordnung.
Ihre Perspektive ist fachlich klar verankert und persönlich geprägt.
Her new Lifescript
Wissenschaftlich fundiert - im Alltag wirksam.

STABILISIERUNG
Beschreibt die körperliche und psychosoziale Neuorganisation nach intensiver Therapie.
Typische Begleiterscheinungen:
• anhaltende Fatigue
• reduzierte Belastbarkeit
• emotionale Unsicherheit
Ziel ist es, ein tragfähiges Gleichgewicht zu ermöglichen,
als Grundlage für eine schrittweise Rückkehr in den Alltag.
IDENTITÄTSNEUAUSRICHTUNG
Veränderungen betreffen häufig:
• Selbstbild
• Rollenverständnis
• Lebensprioritäten
Die Erkrankung wird in die eigene Lebensgeschichte integriert.
Neue Perspektiven entstehen.
ALLTAGSTRANSFER
Anpassung wird erst wirksam, wenn sie im Alltag erprobt wird.
Typische Situationen:
• berufliche Wiedereingliederung
• soziale Interaktion
• Alltagsorganisation
• Umgang mit Belastungsgrenzen
Der Alltag fungiert als zentraler Integrationsraum.
INTERVENTIONSANSATZ
Her New Lifescript überträgt das Modell in eine
strukturierte, alltagszentrierte Begleitung.
Kernelemente:
• Arbeit mit realen Alltagssituationen
• Sequenzierung und Analyse konkreter Handlungssituationen
• Entwicklung individueller Handlungsoptionen
• strukturierte Reflexion
• moderierter Austausch
Die Filmwelt dient als methodischer Zugang zur Perspektivverschiebung und Handlungsentwicklung.
FORMAT
12-wöchige Online-Begleitung
• Kombination aus Einzel- und Gruppensetting
• alltagszentrierte Umsetzung
• direkte Anbindung an reale Lebenskontexte
AKTUELLE ENTWICKLUNG
Die Begleitung wird aktuell im Rahmen von Stage ONE durchgeführt.
Der Prozess wird engmaschig begleitet und reflektiert, mit Blick auf:
• Umsetzbarkeit
• Akzeptanz
• erste Hinweise auf Effekte (z. B. Fatigue, Alltagsstabilität)
EINORDNUNG IM VERSORGUNGSKONTEXT
Wissenschaftlich fundiert – im Alltag wirksam.
Das Modell adressiert eine Lücke zwischen:
• Akutmedizin / Rehabilitation
• und stabiler alltagsbezogener Reintegration
Es verbindet:
• klinische Perspektiven
• alltagsbezogene Intervention
• individuelle Anpassungsprozesse